Das Gluten

Gluten ist in aller Munde. Während Glutenunverträglichkeit, Glutensensitivität und Zöliaki oftmals durcheinander geworfen werden, laufen sie alle auf das gleiche hinaus: Gluten, das Klebereiweiss vieler Getreidesorten, sorgt im Körper für Beschwerden. Die Symptome können individuell verschieden ausgeprägt sein und umfassen zum Beispiel Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen und Stimmungsschwankungen. Eine Untersuchung beim Arzt kann Aufschluss darüber geben, ob man an einer Glutenunverträglichkeit leidet oder die Beschwerden einen anderen Ursprung haben.

Um die Beschwerden aufzufangen und eine mögliche Mangelernährung zu vermeiden, gilt es strikt auf glutenhaltige Lebensmittel zu verzichten. Dazu zählen häufig verwendete Getreidsorten wie Dinkel, Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern, wie auch die „Exoten“ Emmer, Einkorn und Kamut.

Es gilt zu bedenken, dass glutenhaltige Getreide oftmals Bestandteil von verarbeiteten Produkten sind. Wenn man sich die Zutatenliste genau anschaut, sollte man darauf achten, ob die genannten Getreidesorten erwähnt sind. Auch Fleischprodukte, Süssigkeiten und Bier können Gluten enthalten.

Es gibt allerdings zahlreiche glutenfreie Möglichkeiten um die Ernährung ausgewogen und abwechslungsreich zu gestalten. Hirse, Mais, Reis, Amaranth, Buchweizen, Quinoa, Sojabohnen und auch Tapioka stellen spannende Alternativen dar.

Auch unverarbeitete tierische Produkte, Obst und Gemüse sind glutenfrei!

Stefanie Weber von Grazilis Ernährungsberatung

4 Gedanken zu “Das Gluten

  1. Ja auch die Glutenunverträglichkeit kann in jedem Lebensalter auftreten. Bei Säuglingen ist dies meist kurz nach der Einführung von Getreideerzeugnissen in den Kostplan, bei Erwachsenen können körperlich und seelisch belastende Situation die Symptome auslösen.
    Über die Ursachen der Erkrankung ist man sich noch nicht 100% klar, jedoch ist eine genetische Veranlagung sicher geklärt. Dass heisst die Zöliakie tritt familiär gehäuft auf. Die eigentliche Schädigung der Dünndarmschleimhaut findet durch eine Autoimmunreaktion statt, nach Zufuhr glutenhaltiger Nahrungsmittel. Hier sind bereits kleine Mengen solcher Lebensmittel ausreichend.
    Daten zu der Verteilung der Erkrankung in Bezug auf Land- und StadtbewohnerInnen gibt es bisher nicht. Man geht grundsätzlich davon aus, dass etwa eine von 100 Personen an der Erkrankung leidet. Jedoch bleibt diese auch oft unerkannt.

    1. Herzlichen Dank euch beiden. Das sind spannende Gedanken. Wusste ich nicht.
      Dass es nur ein Prozent ist, kann ich kaum glauben, weil doch so viele Produkte auf dem Markt sind. Aber das ist ja auch gut so. Unsere Gesellschaft braucht diese Sensibilisierung für anderes, für aus der Norm fallendes.
      Gute Nacht und auf Weiterschreiben, liebe Daniela!

  2. Grad vorhin habe ich auf FB über Allergien gelesen, dass die meisten erst im Laufe der Zeit auftreten, die wenigsten Menschen damit schon auf die Welt kommen. Ist das bei Glutenunverträglichkeit eigentlich auch so? Spricht man hier eigentlich auch von Allergie und weiss man eigentlich, woher diese Unverträglichkeit kommt? Umwelteinflüsse?
    Und wie wohl die Verteilung solcher Krankheitsbilder in Bezug auf Stadt- und LandbewohnerInnen ist?

    Ich finde das ganze Thema sehr herausfordernd und bin froh, dass man heute drüber redet. Früher haben sicher auch viele gelitten, wussten aber einfach nicht, warum sie immer Bauchweh hatten oder andere Schmerzen und Schwankungen.

    Wie froh ich bin, zu den nicht-allergischen Menschen zu gehören, wird mir immer mal wieder dankbar bewusst, wenn ich solche Texte lese.

    1. Es geht mir auch so. Ich bin dankbar, dass ich nicht unter Allergien leide und die Glutenunverträglichkeit scheint ein grosses Thema zu sein. Ich habe die glutenfreien Lebensmittel bis anhin immer etwas als „neuesten Trend“ in der Lebensmittelbranche abgetan, dabei scheint es viele zu geben, die Gluten schlecht vertragen oder gar allergisch darauf reagieren. Deine Fragen leite ich gerne Stefanie zur Beantwortung weiter. Danke für deinen interessanten Beitrag zum Glutenthema.

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