Back to the Seventies!

Frauen, gewöhnt euch schon mal daran. Sie wird sich langsam, ganz langsam, den Weg in die Regale zurückerobern und die seit Jahren bewährte Skinny und Röhre alt ausehen lassen: Die Schlaghose feiert ein Comeback. Wenn auch ein sehr verhaltenes Comeback, weil bei uns die Modeuhren immer etwas langsamer ticken als in den grossen Modemetropolen und sich die Einkäufer der Modehäuser noch in Zurückhaltung üben. Niemand will richtig den Anfang wagen, obwohl Tom Ford bereits dieses Jahr demonstriert hat, wie unglaublich sexy Schlaghosen aussehen können. Ich sage euch, diese Flared Jeans ist es wert, sie wieder aus dem untersten Regal oder aus dem Mottenschrank zu holen. Sie macht – auch nur mit einem kleineren Absatz getragen – Endlosbeine und kaschiert sogar ein wenig Hüftgold. Sie ist am Knie eng geschnitten und läuft unten gegen den Fuss weiter aus. Eine weiblichere Hose gibt es eigentlich gar nicht. Sie verträgt sogar einen Stiefel unter ihrem Hosenbein und braucht keine ausgefallenen Oberteile. Je schlichter oben, desto grösser ist der Effekt, denn sie ist schon eine Ansage im Alleingang. Ein feiner Rollkragenpullover oder ein einfaches Shirt reicht. Fertig ist der gemässigte Hippielook.

Also, let’s go back to the Seventies! Love, Drugs und meinetwegen auch Rock n’Roll. Habt Mut zum Schlag und ich sage euch, eins werdet ihr mit Sicherheit nicht sein: Mainstream.

SCHLAGPARADE
Modelle zum sanften Einstieg
Bei La Redoute

 
Relaxed Fit  Slim Fit                             Ellos, Stretchdenim Stretchdenim

Modelle für Fortgeschrittene und Trendsetterinnen
Bei Free People

 
Paisley Velvet Flare              Curdoroy Stretch Flare

In Zürich findet ihr Vintage-Stücke bei Booster und ab Januar wieder bei Lux Plus. Sie sind dort grad ausverkauft, im Fall. Ich habe meine 2 Paar vor Jahren gekauft, als Bootcut und Straight Leg angesagt waren, aber ich fand sie damals schon cool. In mir steckt halt ein kleiner Hippie.

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Sind eure Daumen oben oder unten?

6 Gedanken zu “Back to the Seventies!

    1. Die Original Schlaghosen aus den 70ern haben einen hohen Bund. Die neuen Modelle gibt es mit kürzerer Bundhöhe, bzw. Leibhöhe, da sie einfach ein schöneres Gesäss formen, bzw. den Po nicht so lang und birnenförmig aussehen lassen (dieser Schnitt hat sich seit mittlerweilen gut 20 Jahren bewährt und gehalten) und es gibt die ganz modischen Modelle mit hoher Taille, die High Waist-Modelle. Diese haben den Vorteil, dass sie den Bauch bedecken und Polster an der Hüfte kaschieren. Aber ich bin nach wie vor pro Low Waist. Bei der Schlaghose spielt es keine grosse Rolle, da man sie mit eher längeren Oberteilen kombiniert und die kurzen blockartig geschnittenen Oberteile getrost wieder im Schrank verstauen kann.

  1. Der Daumen ist horizontal mit leichtem Knick nach unten, aber frag mich in sagen wir mal 14 Monaten nochmals. Wenn du die Ersten anhast, dann kauf ich mir „ev“ ein Paar…. Mal gucken 😉

  2. Oh, die trage ich doch immer noch! Wusste ich es doch: wenn man etwas lang genug trägt, wird es immer mal wieder Mode.
    Was mir zwar egal ist, aber lustig finde ich es ja schon.

    Wer macht eigentlich die Mode? 😉 (Rhetorische Frage oder doch nicht ganz?)

    1. Siehst, du! Vermutlich hast du damit einen Trend in Gange gesetzt 🙂 Wahrscheinlich haben früher die Reichen und der Adel bestimmt, was zu tragen ist, damit sie sich von der armen Masse abheben konnten. Dann kamen die Modeschöpfer und Designer. Die Haute Couture macht heute einen Grossteils ihres Umsatzes aber nicht mehr mit der Bekleidung, sondern mit Parfums und Accessoires. Der Handel schaut aber nach wie vor mit einem Auge auf die Pariser Laufstege, wo kommerzielle Trends innerhalb von ein paar Wochen kopiert werden und dann in bezahlbarer Form zu uns in die Geschäfte liefern. Heute haben auch Modeblogger mit ihren ausgesuchten exzentrischen Street Style Looks einen immensen Einfluss und sitzen bei den Shows in der Front Row, wo vorher nur Prominente und Einkäufer anzutreffen waren. Sehr erfolgreiche Modeblogger werden von Designern regelrecht hofiert und mit Kleidern ausgestattet, welche sie wiederum auf ihren Blogs veröffentlichen. Dann gibt es auch namhafte Stylisten, welche es schaffen, einen Trend zu kreieren. Die Boyfriend Jeans zum Beispiel, wurde erstmals an Katie Holmes gesichtet und die „Freundhose“ hält sich nun seit Jahren wacker in Jeansläden. Verantwortlich für diesen Look: Ihre Stylistin Jeanne Yang. Und zu guter Letzt wird viel Geld für Trendforschung ausgegeben. Eine Koryphäe in Sachen Trendforschung ist Lidewij Edelkoort. Sie wurde vom Time Magazine zu einer der 25 wichtigsten Mode-Expertinnen der Welt gewählt, natürlich weit hinter Anna Wintour von der Vogue. Interessant finde ich es immer dann, wenn jemand ungewollt einen Trend kreiert. Der Grunge Look z.B. kommt vom gleichnamigen Musikgenre. Man denke an Flanellhemden, ungekämmte Haare und Kurt Cobain.

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